Der Uhrmacher und sein Freund der Zinngießer

Der Uhrmacher und sein Freund der Zinngießer

Zinnfiguren gießen ist eine Kunst.

Die Formen dafür zu schaffen eine Höhere.

Das bemalen der kleinen Kunstwerke das Besondere.

Der Uhrmacher Wernes Vater schreibt,solch eine kleine Figur hat es mir recht angetan.

Mein Freund Karl der Zinngießer schenkte mir zum Geburtstag einen kleinen silberblanken Zinnreiter.

Er war voll plastisch gegossen und zeigte wohl einen Gardereiter der säch.Kavallerie.

Nun war es meine Aufgabe ihn recht ordentlich mit bunten Ölfarben und tetallier getreu zu bemalen.

Der Uhrmacher schreibt,die passenden Ölfarben und Pinsel,eigen angefertigt vom Drogerist Seidel aus unserer Stadt – gab es dazu.

Der kleine Zinnreiter glänzte silbern und auch ohne Farben war er ein kleines Kunstwerk.

Der Uhrmacher schreibt,

Die Zinngießer unserer Stadt sind wahre Künstler.Sie fertigten über Generationen das schönste Zinngeschirr unserer Umgebung.

Dabei spielte auch die Braukunst unserer Stadt eine besondere Rolle.

Die Zinnernen Bierhumpen hatten ihren festen Platz in Bier-Stuben und zeugten auf die Zünfte der jeweiligen Gewerke und deren Besitzer.Jeder hatte seinen eigenen Zinn-Krug.

Es wurden die schönsten Krüge-Schalen-Humpen-Becher-Pokale aus Zinn gefertigt und bis nach Leipzig per Handwagen zur Messe gebracht.

Der Uhrmacher schreibt,nun steht mein kleiner silberblanker frisch gegossener Zinnreiter vor mir und ich begann die passenden Farben der prächtigen Uniform aus der Bücherwelt für Ihn auszusuchen.

Dabei hatte ich gehörig Respekt vor seinen stolzen Blick.Der mich auch ohne das ich meinen Pinsel einsetzte warnend ja mahnend ansah.Um so sorgfältiger suchte ich in der Bücherwelt und fand in einer alten Mustertafel seine Uniform,mein kleiner Zinnsoldat war ein Respektabler Bursche der Königlich-Sächischen Leibkürassier – Garde von 1810. Er willigte ein und ich begann ihn zu bemalen.

Meine Pinsel wurden in verschiedenen Stärken gebunden,die Borsten vom Drogerist der Stadt eigen dafür ausgewählt, je nach Stärke und deren Eigenschaft.

Alle Farben standen bereit und ich begann vorsichtig mit einen Haarpinsel meinen kleinen Freund mit weißer Grundierung zu betupfen.

Dies war recht einfach und er ließ sich es auch gefallen.

Über Nacht stand er auf meinem Reparatur Tisch – um zu trocknen.

Am nächsten Morgen wirkte er recht traurig,war doch die weiße Farbe,ein Zeichen der Kapitulation und er befahl mir mit ernsten Blick – mich wieder an meinen Tisch zurück, um meine Arbeit zu vervollständigen.Ich mischte brav für ihn die Farben ohne dabei seinen warnenden Blick aus dem Auge zu lassen.

 

Das mischen der Farben war eine recht schwierige Angelegenheit,hatte ich doch weder Erfahrung noch die nötige Ausbildung.

Jedes Detail  zu malen war wirklich eine große Kunst.Zum Glück half mir meine alte Uhrmacher Carl-Zeiss-Jena-Lupe dabei. Auch hatte der Drogerist sehr gute Pinsel gefertigt.

Die Ölfarben mischte ich mit Terpentin um ein schnelles trocknen zu erreichen.

So begann ich den kleinen Reiter seine passende Uniform

anzuziehen.

Die weiße Grundierung übermalte ich mit einer weißen Ölfarbe – gemischt.Er bekam einen dunkelblauen Blechbauch mit goldenen Knöpfen und Nieten.Die Uniform mit ihren Bändern und Gurten habe ich gut getroffen und sind identisch mit den meiner Muster-Tafel. Die Schulterklappen und der goldene Garde Helm machten den kleinen Reiter zum Prachtburschen. Seinen Degen trug er stolz an der linken Seite.Die passenden Farben machten ihn zum Schmuckstück. Es war mir wahrlich nicht einfach beim bemalen Luft zu holen, doch das Ergebnis ließ mich tief durchatmen, war er mir doch wohl recht gut gelungen.Nur das Gesicht,welches mir bei meiner Arbeit streng zu sah,wagte ich noch nicht zu bemalen.Hatte es mich doch über die Tage bei meiner Meisterarbeit begleitet und beraten.Ich habe die Farben dazu noch nicht gefunden.Dafür gab es keine Mustertafel.

Professor Dr. Franz Poland Gymnasium Direktor Dresden 1857-1945

Franz Poland war ein deutscher klassischer  Philologe.

Wer war Franz Poland,

Er wurde am 25.August 1857 in Pirna geboren und starb am 31.März 1945 in Dresden. Franz Poland besuchte das katholische Progymnasium und anschließend ab 1872 die  Kreuzschule in Dresden.

Im Jahre 1884-1910  unterrichtete er als Lehrer am Wettiner Gymnasium.Anschließend wurde er  1910-1923 zum Rektor berufen.

Franz Poland hatte zu  seinen Schülern einen sehr intensiven Post Kontakt. Es wurden bunte Postkartengrüße mit interessanten Briefmarken aus aller Welt versendet. Ob aus China oder Japan, aus dem Orient oder aus Russland.

 

 

Der Uhrmacher und sein Freund Peter der Buchhändler

Der Uhrmacher Werners Vater schreibt in seinen Tagebuch, der neue  Buchhändler unserer Stadt brachte mir seine Wanduhr zur Reparatur.

Ein schmächtiger hochgewachsener Mann stand vor meiner Werkstatt, etwas zurückhaltend, ja ängstlich wirkend, blickte er mir mit freundlichen Augen zu. Die runde Goldbrille gab den eher aschfahlen Gesicht einen scheinbaren Glanz, für ihm war es die Lupe mit Goldrand zum lesen, sie ermöglichte ihm in die unendliche Welt der Bücher und in derer Geheimnisse und Wissen zuschauen. Dies verriet auch seine leicht gekrümmte Körperhaltung. Der scheue Herr, hatte seine Wanduhr wie ein Neugeborenes Kind  in eine Decke gewickelt,er hielt sie fest, als wolle er sie mir nicht zeigen.

Vorsichtig erkundete er mein Fachwissen, ohne belehrend zu sein beantwortete ich brav jede Frage.

Der Uhrmacher schreibt,

Meine Neugier auf das eingepackte Geheimnis konnte ihn überzeugen das er bei mir genau richtig war und er wickelte seinen Schatz in meiner Uhrmacherstube aus, legte ihn  vorsichtig auf den Reparatur Tisch und atmete tief durch, als wäre er erleichtert. Der Patient – eine alte Wanduhr.

Die filigranen Finger des eher ärmlich wirkenden Herren, strichen sanft über das Gehäuse und ich ahnte welches Vertrauen er mir in diesen Augenblick schenkte.

Die Geschichte dieser Uhr blieb sein Geheimnis, ich beneidete ihn darum, denn solch eine Liebe ist oft ein Leben lang. Für mich eine Herausforderung. Das war die erste Uhr die ich mit einen Buchhändler gemeinsam reparierte.

Als wir die Uhr zum Probelauf aufzogen und das Pendel zu schwingen begann, hörte und erkannte ich den Schlag des Ankergangs. Der Uhrmacher Raum wurde mit diesen Pendelschlag ausgewärmt, wir wagten  nicht zusprechen.

Der Schlag der Uhr gab den Raum die Stille. Nur den großen Meistern der Uhrmacherwelt war es gegönnt diese Uhrwerke zu erschaffen.

Sie wurden gepaart mit den feinsten Hölzern, wie es die Geigenbauer tun. Diese Uhr  war eine Königin.

Nach erfolgreicher Reparatur, wurde sie wieder eingewickelt und wie ein stolzer Vater trug der Buchhändler seine Uhr wieder nach Hause. Ich freute mich über die mündliche  Einladung zur Eröffnung des Buchladens.

Der Buchladen wurde vor Weihnachten eröffnet. Eine große geschliffene Kristall Glastür eingefasst mit Gold poliertem Messing – Rahmen zeugte auf gute Geschäfte. Zwei große Schau- Glasfenster zeigten die Schätze der Buchmacher Kunst. Die in Leder eingefassten Buchumschläge mit geprägter Goldschrift gaben den Kristallglas an bestimmter Tageszeit einen goldenen Schimmer. Feinste Einlagen in Brokat-Papier aus eigener Fertigung dienten den Büchern als Unterlage.  Ein zu den  Büchern passender Lederkoffer behütete so manchen Bücherschatz. Bronze Figuren bekannter Dichter ruhten zwischen den Büchern.

Der großer Messing-Türknopf verführte meine Hand zum öffnen der Tür. Ich stand vor der Welt der Bücher – Geheimnisse,sie machte mich wirklich Neugierig.

Ich streichte mir die Stiefel sauber und betrat den Raum. Eine Messing-Glocke in hellen Tönen zeigte meinen Besuch an.

Ein herrlicher Duft von sanfter Vanille, Schokolade, Kaffee, gemischt mit Weihrauch und getrockneten Tabakblättern begrüßte mich. Die weichen Ledersessel luden zum ausruhen ein. Ein kleines Handgroßes Buch verführte mich zum betrachten. Es war sehr leicht im Gewicht und  schlicht gebunden.Das ticken der von uns reparierten Wanduhr gibt den Raum eine gefühlte Wärme. Der Pendelgang schlägt scheinbare Ruhe an und nimmt die Geschwindigkeit aus der unaufhaltsamen  Zeit.

Nussbraune Bücher Regale zeigen goldene Buchrücken.

Die vergoldeten Rahmen der Kupferstich Bilder lassen den Raum Rotgold glänzen.

Je nach Jahreszeit und bestimmter Tageszeit werden die Farben sich verändern.

Der Hölzerne hochpolierte Fussboden  unterstützt die warme Farbgebung.

Die Buchschätze hinter verschlossenen Glastüren verbargen ihre Schönheit und machten Neugierig.

Ich war angekommen – wie lange?

Nun begrüßte mich Peter mein Buchhändler.

Er hatte seinen Scheitel mit  Pomade streng gezogen,die goldene Fassung der Brillengläser passten zum Raum. Das glattrasierte Kinn, der strenge Hemdkragen mit Fliege, das hochweiße Hemd, der Duft nach frisch gesiedeter Kernseife machten ihm zum Geschäftsmann. Der korrekte Gang verriet eine  Militärkarriere und vielleicht auch die Geschichte seiner  Wanduhr.

Nichts erinnerte mich an den unglücklichen Wanduhren Besitzer.

Freundlich reichte er mir seine Hand und ich hatte in diesen Augenblick einen Freund gefunden. Sein Name war Peter.Ich war bei ihm zu Hause und der erste Uhrmacher der seinen Buchladen besuchte.

Mein Freund Peter der Buchhändler.

 

 

 

Der Uhrmacher und die – Acquations-Tabelle 1804-Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

IMG_6der Uhrmacher Werners Vater schreibt in sein Tagebuch,

Warum haben wir Menschen einen Zaun.Wir grenzen und sichern uns ab, wir markieren und kontrollieren, messen und montieren. Wir scheinen uns zusichern.IMG_32

In meiner Uhrmacherstube habe ich eine Tür und ein großes Fenster.Um vom Sonnenlicht gewärmt aber nicht geblendet zu werden, habe ich meinen Uhrmachertisch direkt neben dem großen Fenster aufgestellt.

Eigendlich braucht ein Uhrmacher immer eine verschlossen Tür.

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Ich brauche sie nicht. Die offene Tür gibt mir das Gefühl von Freiheit, ich bin nicht ausgeschlossen, ich möchte den Puls des Lebens als meinen Taktgeber spüren. Mit jeden Sekunden-Schlag verabschiedet sich der Augenblick und rückt unwiederbringlich nach vorn. Der Puls des Leben ist messbar, ich messe ihn an dem was mich umgibt. Dabei ist die wunderbare Zeit die mir zur Verfügung steht-immer gleich.  Am Lauf der Zeiger meiner Uhren erkenne ich die Geschwindigkeit, was wäre wenn alle Uhren auf der Welt stehen blieben? Wie messe ich dann die Zeit?

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Je mehr freudiges Leben um mich ist, um so weniger trauere ich um die Sekunde die sich von mir verabschiedet. So wie das Rad im Uhrengetriebe sich nach vorn arbeitet, so arbeite ich mich im Takt

voran.hh65Tasch Der Reparatur Erfolg ist mein Lohn. Der Augenblick, bevor ich das defekte hundertjährige Uhrwerk nach erfolgreicher Reparatur wieder zum Leben erwecke und  die kleine Unruhwelle den Unruhreif  dreht, die neue Breguet  Spirale zu atmen beginnt, ist meine  Freude. Das  Uhrwerk wird lebendig und strahlt voller Energie, ja es lächelt  mich an. Egal wie alt so ein Uhrwerk ist, ich habe die Kraft, das Wissen und die notwendigen Ersatzteile um es wieder leben zu lassen.IMG_9245-0uu

Der Uhrmacher Werners Vater schreibt,aber wie messe ich die Zeit?img_52

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Er schreibt, auf der Suche nach der verlorenen Zeit,                                             ,IMG_7iiii8

 

kam mir zufällig ein altes Uhrmacherheft mit einer Acquations-Tabelle 1804 zu Hilfe,welches 200 Jahre verstaubt in einen alten wundeschönen Holzkoffer, zwischen  Ersatzteilkisten und Handgesägten Messingzeigern  lagerte. Es war recht gut erhalten und machte mir den Eindruck,als wolle es mir meine Fragen zur – ZEIT – beantworten.Das Büchlein  diente einer Zigarrenschachtel als

Unterboden.  IMG_6

 

Das recht ordentlich gebaute alte Haus, gab den trockenen Speicher eine gute Lagerfläche und hatte einen großen Anteil für die gute Erhaltung des kleinen Buches.

Sein Verfasser schrieb 1804 folgendes,IMG_7iiii8

Die benannten Tage in der Tabelle zeigen im Jahre die mittlere Zeit einer guten, richtig gehenden Pendeluhr.

Wenn es auf den Punkt nach der Sonne Mittag ist, an, z.E. den 1.Januar stellt man die Uhr 4 Minuten 22 Secunden nach 12 Uhr, wenn die Sonne auf den Punkt Mittag oder 12 Uhr zeigt, laß man die Uhr fortgehen ohne nach der Sonne zu sehen, bis den 5. Januar muß die Uhr, wenn es auf den Punkte Mittag ist, nach der Sonne 6 Minuten 11 Stunden zeigen, wenn dieselbe accurat geht.

Der Uhrmacher schreibt 1804-        IMG_75jjjjjjjjjjj

Das sicherste Mittel,eine Pendule oder Taschenuhr nach der eigentlichen oder so genannten wahren Zeit zu stellen, bietet uns die Sonne dar- und dürfte vielleicht manchen Leser nicht unangenehm sein, wenn ich zum Schluss dieser kleinen Abhandlung noch den Unterschied einer Penduluhr(Pendule) mit einer Sonnenuhr,und die Art jede Uhr nach der Sonne oder der wahren

Zeit zu stellen, hier angebe nmmmmzrtz

Man nennt denjenigen Punkt, wenn die Sonne in Ihrem täglichen scheinbaren Laufe um die Erde, ihre größte Höhe über unseren Horizont erreicht hat – Mittag. Da aber nicht ein jeder Tag im ganzen Jahre mit den anderen gleiche Länge hat, so kann auch nicht der Mittag eines jeden Tages auf einerlei Punkt eintreten, sondern er wird die meiste Zeit im Jahre um so mehr oder weniger Minuten verschieden sein-Ein Unterschied,welchen man auch an einer guten Pendeluhr gewahr wird,deren Gang das ganze Jahr hindurch richtig  und gleichförmig ist,wenn seine fremden Ursachen ihn stören und nach Verlauf desselben mit dem Gange der Sonne vollkommen wieder zutrifft.

 

Um nun  eine Uhr nach der Sonne richtig zu stellen,bedient man sich der Äquationstabellen,welche man in Astronomischen Werken vorzüglich in Müllers,Fr.Chr. gemeinnützigen astronomischen Tafeln

zur richtigen Stellung der Uhren,mit möglicher Genauigkeit dargestellt findet und welche den Unterschied der wahren und mittleren Zeit sehr richtig angeben.Der Unterschied des Ganzen  einer guten Penduluhr mit dem Gange der Sonne ist um nach den Tabellen,die aus den Ephemmeriden  des Herrn de La Lande gezogen,wie der Herr Geißler in seinen Schriften zeigt folgender.

Wenn man eine gute Penduluhr den 23.Dezember – Mittags – mit dem Gange der Sonne genau und auf einen Punkte richtet,so wird demnach die Uhr Tags darauf,als den 24.Dezember des Mittags schon 30 Sekunden früher gehen und das voreilen der Uhr nimmt täglich,bis zum  11.Februar zu,an welchem Tage 14 Minuten 19 Sekunden beträgt.Nun lässt das zu früh gehen  der Uhr nach – bis zum 14.April und beträgt am 15.Mai nur noch 4 Minuten 1 Stunde. Von diesen Tage an wird der Gang  der Uhr mit dem Gange der Sonne gleichförmiger und den 15.Junius ist er bei beiden völlig wieder gleich.Vom 16.Junius bis 25.Julius geht die Uhr wieder früher als die Sonne,nun aber lässt das Voreilen derselben nach,

welches bis zum 31.August fortdauert,wo der Gang der Uhr bis zum 1.November  langsamer und den 23.Dezember wird er wieder mit dem Gange der Sonne vollkommen gleichförmig wie er es im vorigen Jahre an eben diesem Tage gewesen war.

Zum Stellen einer solchen Uhr nach dem Gange der Sonne,ist aber erforderlich,daß man die sogenannte Mittagslinie,oder den Punkt,wo die Sonne ,wie vorhin erwähnt,die größte Höhe über dem Horizont erreicht hat,zu finden versteht-dies geschieht  nun auf folgende Seite.

Man wähle eine horizontale Fläche welche ungefähr 3 Stunden vor 12 Uhr Mittags und 3 Stunden nach 12 Mittags von der Sonne beschienen werden kann.Auf dieser Fläche ziehe man 2 oder 3 Zirkelschläge und stecke in ihren gemeinschaftlichen Mittelpunkt einen senkrechten dünnen Stift ein und von solcher Länge,daß sein gegen die Mittagszeit hin sich immer verkürzender Schatten mehrere dieser Zirkel berühre.

So oft nun Vormittags,so wie Nachmittags,das Ende des Schattens einen dieser Zirkel berührt,so bezeichnet man diesen Berührungspunkt Vormittags und Nachmittags.

Man sehe zur mehreren Deutlichkeit  die begefügte Figur,wo der Schatten dieses Berührungspunkts Vormittags in e und d,Nachmittags in b und c fällt.

Hierauf teile man den Bogen

zwischen den beiden Punkten c  und d und b und e in zwei gleiche Teile g und f, um ziehe aus dem Mittpunkte der Zirkel in die Linie g f welche dann die verlangte Mittellinie ist.

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Silvester 2016-2017

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Ich bedanke mich bei meinem Kunden für die guten Geschäftsbeziehungen 2016 und wünsche Ihnen einen guten Start in das Jahr 2017.

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Viele Grüße und die besten Wünsche nach Amerika, Kanada, Australien, England, Österreich, Japan, China, Russland, Schweiz, Spanien, Italien, Rumänien, Ungarn, Polen und besonders an

img_9 meine Freunde nach München, New York, Wien und Berlin. Für alle die sich  Zeit 

genommen haben.img_52

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Der Uhrmacher und die Katze auf dem Laufsteg

IMG_3370Der Uhrmacher schreibt,

Das Glück, eine liebe Katze zu finden ist nur denjenigen zugewand, die es wirklich verdienen. Sollten wir das Glück haben, ein solch liebes Tier zu bekommen, werden wir es annehmen und dankbar sein. Wer noch nie dieses Glück hatte weiß nicht was es bedeutet so ein kleines Tier zu besitzen. Wir werden es beschützen-dürfen es füttern und bedingungslos lieben solange es bei uns bleibt.

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Wie arm wäre die Welt ohne diese kleinen Wunder.

Dieses Wunder kam auch zu uns.

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Der Uhrmacher schreibt, das reparieren der Uhren macht mir immer

viel Freude.IMG_16

Ich freue mich auf jeden Auftrag und auf dessen Erledigung.

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Solch eine Uhr, die keinen Ton mehr von sich gibt, ist sehr bedauernswert und bedarf einer sofortigen Wiederbelebung.

Egal ob die Feder überzogen ist, oder das Aufzugsrad gebrochen, das Pendel nicht in Gleichgang schwebt oder der Zeiger klemmt.

Mein  großer Ersatzteilschrank mit  vielen Teilen, ist meine Sicherheit für erfolgreiche Reparaturen. Das ticken der Wanduhren und ihr schlagen zur Stunde ist mein Erfolg.

Der Uhrmacher, Werners Vater schreibt,

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Meine Frau hilft mir nicht nur beim reparieren von Brillen sondern auch auch bei der Reparatur von Uhren.

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Ihren gelernten Beruf als Schneiderin

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hat sie dabei nie aufgegeben und so manche Dame von der Stadt oder vom Lande, bestellte ihr Sonntagskleid bei ihr. Zu einem neu genähten schicken Kleid, wurde der Kundschaft  der passende  Hut präsentiert. Auch wurde so manches Schmuckstück gekauft.

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Der Uhrmacher schreibt, die Bestellungen  meiner fehlenden Reparaturteile bezog ich aus der Schweiz und aus Frankreich.

Die neusten Hutmoden  aus Paris wurden in der Leipziger Modezeitung präsentiert. Mit der Hand chlorierte Mode Stiche auf Kupferplatte zeigten sich als buntes Bild auf Papier. Die Damenwelt wurde fasziniert  und inspiriert von der neusten Mode und die Bestellungen der Hüte mussten nicht lange warten.

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Die wunderschönsten Hüte wurden bestellt und in großen Kartons geliefert. Feines hauchdünnes weiches Seidenpapier verbreitete den Duft der Pariser Modewelt und schützte die Hüte vor

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Meine Frau lagerte die neu an gekommenen Hüte in einem separatem Lager Raum, der auch als Ankleideraum gut diente.

So manches neugenähte Brautkleid wurde hier anprobiert und  für den großen Hochzeitstag in einen Karton eingelagert. Dabei gab der Raum genügend Platz als Lager, aber auch zum ausprobieren.

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An der Zimmerdecke hörte man das knarren der Holz Dielen, auch ein hin und her laufen der Damen mit ihren Tanz ähnlichen Gang. Die Lautstärke und der Takt war abhängig von der schwere der Dame.

Der Uhrmacher schreibt,wir hatten das große Glück von einer Katze ausgesucht zu werden die uns annahm und blieb. Im Ankleideraum  verfolgte sie brav die Kleider Anprobe der Damen. Das kleine Kätzchen wurde von allen geliebt und gestreichelt. Ihr aufmerksames Wesen zeigte eine starke Persönlichkeit. Ihr rosa Näschen war im weißem Katzenfell versteckt und die großen saphirgrünen  Augen glänzten vor Freude wenn sie ein Federartiges Brautkleid sah. Dabei bewegte sie, zur Freude der Kundschaft, nur den Kopf in Richtung des geliebten Objekts. Der Uhrmacher schreibt, alle freuten sich über dieses liebe Katzenkind. Wie leer und traurig der Ankleideraum  ohne sie wär.

Der Uhrmacher schreibt, eine Hochzeit ist immer eine schöne Angelegenheit. Das genähte Brautkleid befand sich im Ankleideraum und lag zur Abholung bereit.

Der Uhrmacher schreibt,

wir besprachen noch einige Kleinigkeiten und suchten den Karton mit dem Brautkleid. Völlig unerwartet bewegte ich in Sekundentakt ein Stück weiches Seidenpapier. Der Deckel der Hutschachtel war verschwunden. Papier war reichlich zusehen. Im selben Augenblick erkannten wir unser Kätzchen mit 5 Jungen Katzenbabys, auf den Brautkleid kuscheln.

Wir schreckten zurück und waren sehr überrascht, ja ein wenig irritiert.Jedes der Katzenkinder wurde von der Katzenmutter in die Pfötchen genommen und begrüßt.  Nun präsentierte uns Lenchen jedes ihrer Katzenkinder.

Jedes Einzelne Baby wurde uns von Lenchen vorgezeigt,

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ja präsentiert und wieder ins Brautkleid zurückgelegt. Dabei bewegte sich Lenchen genau wie unsere Kundschaft. Als wolle sie uns etwas verkaufen.

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war sauber doch nicht mehr zu verkaufen und das Glück für einen besseren Ersatz rettete die Hochzeit, uns und Lenchen.

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Wer glaubt das dieser Vorfall unser Geschäft beschädigte, der irrt. Lenchen hatte sich beim nächsten Wurf einen schicken Federhut aus Paris ausgesucht und auch diesmal wurde Einzelvorstellung der Katzenkinder ein Ereignis mit vielen Zuschauern. Der Lagerraum war völlig überfüllt mit neugierigen Kunden, so hatten wir und Katzenmutter Lenchen  das Glück immer geeignete Eltern für die Babys zu finden, die auch verlässliche Kundschaft und unsere Freunde wurden, denn wir waren ja eine Familie.

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