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Gehaltserhöhung – Gute Aussichten für das Jahr 2020 – Aus alter Schrift

Betr. Gehaltserhöhung!!!!!

Kommen Sie mir bloss nicht wegen Gehaltserhöhung!

Haben Sie keine Ehre im Leibe?

Wissen Sie überhaupt,wie wenig Sie bei uns arbeiten?

Ich werde Ihnen dies mal vorrechnen.

Das Jahr hat bekanntlich 365 Tage, nicht wahr?

Davon schlafen Sie 8 Stunden täglich,das sind allein 128 Tage.

Es bleiben demnach noch 243 Tage.

Täglich haben Sie 8 Stunden frei,das sind ebenfalls 122 Tage,bleiben also noch 121 Tage.

52 Sonntage hat das Jahr,an welchen Sie auch noch frei haben.

Was bleibt übrig? 69 Tage,Sie rechnen doch mit,nicht wahr?

Sonnabend Nachmittag wird auch nicht gearbeitet. Das sind 52 halbe Tage oder 26 ganze Tage,bleiben also noch 43 Tage.

Aber weiter:Wir haben täglich eine Stunde Tischzeit.

Sie haben also im Jahr allein 16 Tage zum Essen.

Was bleibt übrig? 27 Tage!

Ausserdem haben Sie 14 Tage Urlaub,bleibt nur ein Rest von 13 Tagen.

Dann hat das Jahr noch 12 Feiertage,was bleibt übrig????

Sage und schreibe …..1 Tag…….und das ist der 1.Mai,an dem Sie auch noch frei haben! ——und dann wollen Sie noch Zulage haben ?????????

Ausgeschlossen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Aus alter Schrift.

Die Herrschaften hatten es auch nicht einfach!

 

Der Uhrmacher und das gefundene Glück im Bücherparadis

Werners Vater der Uhrmacher schreibt in sein

Tagebuch, 

meine lieben Landleute haben Ihre Uhren Bestellungen abgegeben und es wird Zeit die mechanischen Köstlichkeiten vorsichtig einzupacken.Dabei ist Ihre Einlagerung  auf meinem Handwagen immer eine besondere Aufgabe.Die kleinsten Erschütterungen können zum Bruch der Unruhwelle führen,eine selbstgebaute Stoßsicherung aus Papier schützt und sichert das Uhrwerk. Meine lieben Landleute sind sehr liebe Menschen und mein Besuch ist für sie immer  eine

große Freude.         

Für mich bedeutet  dies neben Ihrer herzlichen Freundlichkeit-Bester Wein und gutes Essen, in einer angenehmen Gesellschaft mit sehr guten Geschäftsaussichten.

Doch mein liebster Geschäftspartner ist mein Freund Peter der Buchhändler.

Mein Besuch bei Ihm ist für mich  immer etwas besonderes.

Der Uhrmacher schreibt in sein Tagebuch,

ich war immer Willkommen.

Der Weg zu Peters Landhaus war mein liebster,denn die Vorfreude auf Alles machte jedes steinernde Hindernis zum Staubkorn.

Der Uhrmacher schreibt in sein Tagebuch,

Peters Hofeingang war besiedelt mit kleinen weißen Kätzchen,nur scheinbar schlummerten sie am Toreingang.

Sie begrüßten mich mit bezaubernden Torwächterblick. Ihr Wohlstand zeugte für den nächsten Katzennachwuchs und für gute Pflege.

Die  300 Jahre alte schwere Holztür war in einen Blütenmeer gefasst.

Ihre Gewände aus Sandstein waren  zum Teil zusehen.Man hat den Eindruck sie ist absichtlich mit einen Blütenschleier gefasst,doch

 hier kann man die Hand und die unendliche Schönheit der Natur erkennen.Eine kleine Luge in der Holztür  diente den  weißen miauenden Torwächtern –  Freien – Ein und Ausgang.

Der Türgriff war schlicht und gab der 300 Jährigen  Holztür  ihren Charm. Mit einigen Hindernissen gab sie mir freien Zugang in ein Paradies.

Es begrüßte mich ein wunderbarer Duft von frisch gebackenem Brot,gemischt mit den Duft verschiedener Kräuter aus den Bauerngarten.

Dieser war gefasst mit

Natur Steinen und einen Handgefertigten Zaun . Auch hier gab die Natur den sicheren Stand als Schutz und zeugte für eine lange Freundschaft.Er gab den Paradies seine Fassung.Zahlreiche Obstbäume sorgten für frisches Obst in ihren Jahreszeiten.

Eine Stille umgab dieses Paradies und nur das Lied eines Amselherrn war zu hören.

Hier war ich immer angekommen und der warmherzige Empfang der Gastgeber ist immer ein Garant für gute Geschäfte und einer innigen

Freundschaft.                

Im Haus strahlten schneeweiße  Wände, die  meerblauen Fensterrahmen zeigten sich als Bilderrahmen,hier war die Natur – Künstlerin.

Sie zeigt das Blütenmeer im Bauerngarten.

Die großen Bücherregale sind in feinsten Edelhölzern gefasst und die herrlichen in Leder geprägten Buchrücken verschiedener Bücher zeigten sich in allen Farben mit tief eingeprägter Gold-Schrift.

Jedes Buch  wirkt wie ein Kunstwerk, deren Inhalt ist immer ein Geheimnis. Die niedergeschriebenen Worte unser Vorfahren sind das Elexier unseres Lebens. Es ist eine unendlich lange Kette die sich mit allem verbindet. Der Uhrmacher,

Werners Vater schreibt,

was wäre ich ohne die  niedergeschriebenen

Geheimnisse der Uhrmacherkunst.  

Natürlich sind die wunderbaren Bücher aller Jahrhunderte gut gelagert und  die Meisterwerke berühmter Grafiker schmücken nicht nur die weißen Wände,sondern auch die Bücherschätze der Welt. Der Bücherraum verbirgt ein großes Geheimnis.

Wenn man bedenkt das die  Mitteilungen der größten Wissenschaftler, die Erzählungen der genialsten Schriftsteller der vergangenen Jahrhunderte – in Ihren Regalen schlummern um entdeckt zu werden. Tausend Menschenleben würden nicht reichen um sie alle zu lesen.Der Uhrmacher schreibt in sein Tagebuch,wie verloren die Zeit ist – wenn man nicht liest.

Ich habe viel Zeit verloren.Ein Menschenleben würde  nicht reichen.Wie schade.

Nun begrüßte mich mein Freund Peter der Buchhändler.                                       

Ich sehe  in seinen Augen die gelesenen Buchschätze der Welt und die tausend Menschenleben.

Hier haben  die Literaten der Jahrhunderte einen  Menschen Ihre Aura geschenkt.

Mein Freund Peter der Buchhändler.

Der Uhrmacher schreibt in sein Tagebuch,

wie wunderbar es ist liebe Menschen zu treffen, deren Augen ein Spiegel ihrer Leidenschaft sind.

Der Uhrmacher schreibt,

Peter zeigt wahrliche Größe beim Kauf meiner Uhren und eine Ablehnung habe ich noch nie erlebt.Jedes gezeigte Uhrenkind ist sofort bei Ihm zu Hause und wird wie ein kleines Wunder vorsichtig in die Hand

genommen.

Die Malerei

 

Der Uhrmacher, Werners Vater schreibt in sein Tagebuch,

Die Zeit  vergeht für alle Menschen gleich,ich kann die Zeit mit meinen mechanischen Uhren messen und dafür sorgen,das die Zeiger sich gleichmäßig voran bewegen.Die gelebte Sekunde-Minute-Stunde-kann ich messen,wie wir in ihr leben, liegt in unseren

Händen.

Mein Freund Peter der Buchhändler

ist ein besonderer Mensch.Er besitzt die  Gabe, die Zeit festzuhalten. Er füllt die Minute  mit unendlich viel Wissen,dabei spricht er wenige Worte die eine große Geschichte erzählen. Begleitet werden die Worte mit den Klang seiner Stimme,er lässt jeden Zuhörer freiwillig schweigen, zu unterbrechen wäre verlorene Zeit.

Nur wenige Menschen haben diese Gabe und es ist wunderbar zu erleben wie er mit ein paar Worten die Welt beschreibt.Seine klugen  Augen sind kleine Fenster die  viele geschriebene Bücher  unserer Vorahnen gelesen haben. Sein Blick verrät deren niedergeschriebenen  Geheimnisse.Wie wunderbar es ist mit Ihm

die Zeit  zu leben.                

 

Großartige Künstler können mit wenigen Pinselstrichen ein fertiges Bild erschaffen.Geniale Maler haben mit Farben eine Traumwelt erschaffen.Sie ziehen mit leuchtenden Farben  über die Leinewand, suchen den Kontrast um noch leuchtender zu erscheinen,

die Farben laufen und paaren sich ineinander und suchen den Zufall als Ergebniss,verlieren sich in dunkleren  Farben um später mit einer zweiten wieder zu brillieren.Sie mischen sich und suchen sich und immer wieder verändern sie sich,sie ziehen weiter und ändern ihre Formen um  kleiner oder größer zu wirken.Das Licht darf nicht verloren gehen,denn die Strahlkraft ist nur zu erreichen,wenn alles miteinander harmoniert.Farben erzählen Geschichten die wir in uns tragen.Sie scheinen Schatten zu legen je nach Tageszeit und Lichtverhältnissen.Auch wagt  mancher Künstler seine fertig geschaffene Farbenwelt wie eine  Explosion in die Welt herauszuschreien,um anschließend sie mit einem zarten Schleier  zu überziehen.Er bedeckt seine bunte Welt mit einen Traum und verwischt das leuchtende Farbenmeer mit einen Hauch geträumt.Dabei lässt er einen winzigen Moment der Farbenkraft liegen um den Schleier transparent zu machen.

So zeigt der Künstler,wie er seine Welt sieht und bemüht sich jene  nach aussen darzustellen um das Wanderbare mit allen  Interessierten zu teilen.

Ein Bild fühlt sich nur in seinen passenden Raum wohl. Alles muss zusammen harmonieren,denn auch das Bild sucht seinen Besitzer aus,erst wenn beide zusammen treffen und sich gefunden haben, ist jenes  Bild der wahre Begleiter für sein Leben. Jeder Mensch findet sein Bild,er muss nur bereit sein es zu erkennen.

 

 

Der Uhrmacher und die alte Uhr

Der Uhrmacher schreibt in sein Tagebuch 1935,

ich bekam einen Reparaturauftrag für eine Taschenuhr.

Eigentlich kenne ich jede Uhr in meiner Stadt und auch deren Besitzer. Von der  kleinsten Armbanduhr  bis zur Turmuhr unserer Kirche,ich kenne jedes Rädchen der Zeitmesser denn ich war ihr – Lebensgeber – Pfleger – Restaurator und Verkäufer.

Es gab keine Uhr in meinem Wohnort,die nicht von mir mit meiner Signatur,den Verkaufsdatum bis hin zu den jeweiligen Wartung-Reinigung und Reparaturarbeit  versiegelt wurde.Ich hatte meine Zeichen  im Uhrendeckel als Garantieschein und Ausweis der

erfolgreichen Arbeit                         .

Das verpflichtete mich neben meiner Uhrmacherehre mein Bestes zugeben und meine erfolgreiche  Reparatur war der Garant dafür.

Doch Heute bekam ich eine Uhr,deren  Reparatur Signatur-Eintrag mir fremd war und ich musste unbedingt  nachfragen.

Denn ich mochte es überhaupt nicht ertragen,eine fremde Reparatur zu überarbeiten.Das war eine sehr gefährliche Angelegenheit und kann zum Totalverlust des wunderbaren Uhrwerks führen. Denn diese  Uhr hatte keinen Eintrag im Uhrendeckel.Auch steht  mein vorzüglicher  Ruf  als Uhrmacher in Gefahr. Denn nur der kleinste Fehler meines Vorgängers, könnte sich auf meine Arbeit übertragen.

So ein Uhrwerk ist ein großes Wunder.Kluge Köpfe haben es geschaffen,ein mechanische Meisterleistung steckt in jeder Uhr,egal ob es sich um eine Zylinderuhr oder um ein Ankerwerk handelt.

Ob es eine Spindeluhr oder eine Automat aus dem 1800 Jahrhundert ist.

Alle Bücher über die Uhrenwerke haben ihre großartige Geschichte  und können die Bibliotheken der Jahrhunderte füllen. Werke für Uhren wurden erschaffen und immer wieder weiterentwickelt, die Uhrmacher Ihrer Zeit schufen geniale Zeitmesser, dabei spielte die Mathematik eine bedeutende Rolle. Zahlreiche Bücher wurden von  genialen Uhrenmeistern geschaffen und geben uns Heute den Wegweiser für unsere

Raparaturen.

Angefangen von der Sonnenuhr bis hin zum  Anker Chronometer, alle Uhren sind etwas besonderes – geschaffen von Menschenhand und gebaut für die nächsten Jahrhunderte.

 

Der Uhrmacher schreibt in sein Tagebuch,

wenn man bedenkt,das jede Uhr ihren Besitzer finden muss,dann ist es doch immer wieder erstaunlich, das so manche Uhr seinen Besitzer ähnelt.Sie haben sich gefunden und eine Trennung fällt daher immer sehr schwer.

Dabei denke ich an meinem Freund  Peter den Buchhändler,

er war ein Mensch der unendlich viel  Ruhe und Wärme ausstrahlte.Wie der Pendelschlag einer Meisteruhr.Seine Worte waren klar und sauber. Jedes Wort war ein  Lichtstrahl, der Klang seine Stimme  machte  Erzählungen  wunderbar. Dabei fühlte ich  seine Freude an den Dingen die er unabsichtlich verbarg. Er war ein großer Junge. Viele Bücher der Welt hat er in seinen Leben gelesen und sein Wissen war überragend und so mancher Abend wurde mit seinen Erzählungen versüßt und das Schwingen des Pendels  meiner  Wanduhr und das ticken deren Hemmung  begleiteten  seine Berichte  wie ein  Melodie. Die dabei  vergangene  Zeit war nicht zu fühlen, die Uhr

zeigte sie an.    

Der Uhrmacher schreibt in sein Tagebuch,die mir gebrachte Taschenuhr zeigte mir eine besondere Aufgabe,

Diese Uhr konnte ein Uhrmacherbuch schreiben.Meine Gedanken vermischten  sich mit der  Vergangenheit und ich konnte sehen, das diese Uhr mir schon einmal

begegnet ist.

Ich war bereit und nahm sie an. Ich übernahm die Verantwortung und setzte meinen guten  Ruf in Gefahr. Vorsichtig begann ich das Werk zu zerlegen. Jedes ausgebaute Schräubchen, jedes Rädchen, hatte seinen Platz – dieser  ermöglichte mir auch sie wieder sicher

einzubauen.

Nun ging ich mit meiner Pinzette auf die Fehlersuche meines Vorgängers. Dabei wurde ich immer wieder an meiner Uhrmacher

Ehre erinnert und ein Ungemach drückte mein Herz.

.

Ich  deckte das zerlegte Werk wieder ab und ließ es ruhen.

Am nächsten  Morgen waren meine Sorgen etwas verflogen und ich setzte mich wieder an diese Uhrenarbeit.

Beim öffnen des Federhauses entdeckte ich eine spezielle  Art der  Federbefestigung. Hatte ich doch diese Art  von meinem alten

Meister gelernt.              

Mein alter Lehrmeister lehrte mir vor vielen Jahren wie die äußere Federbefestigung fast Bruchsicher erstellt wird und das  war eine Meisterleistung.

Ich wurde gelehrt,das es an dieser Stelle nie wieder zum Bruch kommt.Tatsächlich  hatte ich  ein Uhrwerk aus meiner Lehrzeit vor mir liegen und ich schämte mich über meine Bedenken der Vorgänger – Reparatur, war ich es doch selber gewesen.

Nun begann ich die Uhr zu reparieren und der kleine Gruss aus meiner Lehrzeit entschädigte mich und gab mir die nötige Freude und Liebe  dieses Uhrwerk wieder instand zu setzen.Es gelang mir und diesmal bekam diese Uhr mein Zeichen in Ihren Uhrendeckel.

Der Besitzer freute sich sehr über die erfolgreiche Reparatur.

Ich war Dankbar über den stillen Gruss aus meiner Uhrmacherlehre.

Meine Nachfrage über den verbleiben des Besitzer konnte er mir nicht beantworten,er hatte sie in einer alten Uniformjacke mit einen kleinen Würfelroulett  gefunden.

 

 

 

 

 

Ein Ring für Paul von Caterina

Der Uhrmacher Werners Vater schreibt in sein Tagebuch,

Weihnachten 1940, ich habe wie jedes Jahr einen beladenen Handwagen voller mechanischer Köstlichkeiten für meine Landleute zurechtgemacht.

Diesmal  bekam eine  besondere Aufgabe die für mich wohl ein lohnenswertes Geschäft werden sollte. Ich erhielt einen Ring zum gravieren.

Ein kleiner Ring aus Silber –  schmal und schlicht gearbeitet,

er war wunderschön. Seine Einfachheit ja Unaufdringlichkeit wirkte  unwiderstehlich und so kam es öfter vor, das ich ihn stundenlang in meiner Hand hielt um  sein Geheimnis zu erfahren. Er war Vollkommen in seiner Form im Verhältnis zum Material. Er glich einem zarten Finger- Band. Er besaß eine Magie die mich nicht von ihm los ließ. Sein Geheimnis war seine Geschichte? Dabei versuchte ich für ihn ein treffliches Muster zu finden.

Vorsichtig legte ich ihn auf meine Handfläche,im Licht schenkte er mir ein Herz als Schatten. Wie wunderbar er war, ja eigentlich vollkommen und doch sollte ich ihn noch schöner gestalten.Ich wagte  nicht er, er bedurfte keine Änderung,ich hätte es nie gekonnt.

Bevor ich den  Ring an eine bestimmte  Adresse  senden sollte,  bekam er von mir  seinen Namen – Paul – eingraviert.

Dies war eine Leichtigkeit für mich und der kleine Namenszug gehörte sofort zu diesen Ring, als wäre er nie weg gewesen.

Doch sein Geheimnis ließ mich nicht los und ich begann nach seiner  Geschichte zu suchen.

Warum tragen wir Menschen einen Ring?

Wir tragen einen Ring als Erinnerungsstück. Der Augenblick an dem wir ihn geschenkt bekommen  ist ein bestimmter, ja ein besonderer Moment.Vielleicht besiegeln wir  diesen Moment durch ihm mit  dem Bund der Liebe als Versprechen, für ihre Ewigkeit.

Diesen Augenblick möchten wir erhalten mit der Symbolik der Unvergänglichkeit.Egal ob es  sich um eine wundervolle  Goldschmiedearbeit handelt oder um ein schlichten Finger Reif, wie wertvoll das Material und die Wahl der Steine ist.

Am Ende hat jeder Ring eine Geschichte und jede ist eine Besondere, denn er ist gefertigt für einen besonderen  Augenblick, für einen lieben Menschen.Er ist ein Symbol für ein Leben lang welches getragen oder bewahrt wird.

Was aus diesen besonderen Moment wird und was die  Zukunft zeigt,liegt manchmal nicht in unseren Händen.Wir entscheiden ob wir ihn ein Leben lang am Finger tragen, oder ob er als Erinnerungsstück für immer in der Lade schlummert.

Ich war der Postboote und der Uhrmacher, der den Ring seinen Namen gab.

Pauls Ring hat sein Geheimnis und dieses kennt nur Paul und Catarina. 

 

 

Weihnachten 2017

Ich bedanke mich für Eure Zeit,die Ihr mir über das Jahr 2017 geschenkt habt.

Ein wunderschönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2018, sende ich an  meine Freunde und Kunden aus aller

Welt.

 

Sonntag Morgen am Bahnhof

Der Uhrmacher schreibt 1936,in sein Tagebuch,

Der Sonntag wurde  immer  für eine Zugfahrt zu meinen Großeltern gebucht.

Dabei war der Weg zum Bahnhof  mit einer Kolonne marschierender Menschen besiedelt. Im Gleichschritt eilten alle Reiselustigen zum Bahnhof.Die Marsch Geschwindigkeit zeugte für den Durst und Appetit der Reiselustigen und artete manchmal in einen Wettbewerb um den ersten Platz am Getränkestand aus, welcher rote Fasslimonade und Bockwurst hinter einer Glasscheibe anbot.

Ein kleines offenes  Fenster ermöglichte die Bezahlung der Begehrlichkeiten und auch einen Blick zur unerreichbaren Schokoladen Vitrine. Die freundliche Verkäuferin bemühte sich immer um schnelle Bedienung der zahlreichen Wünschenden.

Der kleine  kunstvoll gebaute Brunnen im Wartesaal  spukte Wasser Fontänen in ein Keramik-Becken aus  und mahnte  zum Hände reinigen, bevor es  zur Stärkung kam.

Die frisch gebügelten Taschenücher flatterten vor und  nach der Stärkung aus den Taschen der Reisenden und dienten zu Allerlei. Ob Flecken auf dem Hemd, fettige Hände, sogar die Schuhe wurden gereinigt bevor es  zum Kartenschalter ging um anschließend sauber vor dem Tor der großen Welt zu stehen. In diesen Augenblick war alles möglich und eine Art Ruhe, ja Besinnlichkeit gepaart mit dem Gefühl der  Freiheit, gemischt mit Abendteuerlust war immer zuspüren.

Die besser betuchten Leute nahmen sich Zeit und dinierten im Bahnhofsrestaurant,welches immer mit  den Duft von frisch zubereiteten Rouladen-Rotkraut und selbstgemachten Kartoffelklößen lockte. Hier wurde noch echt gekocht und die Schweißperlen der Köchin zeugten für wirklich schwere Arbeit in der Küche,war Sie doch auch die nette Damen an dem Limonadenausschank. Der Tabakrauch im Gastraum mischte sich mit der Geruch von guten Cognac, der auch für die Gesundheit und gute Verdauung sorgten sollte.

Der  Wartesaal war mit wunderschönen farbigen Kacheln gefliest.Er trug seinen Namen mit Recht.

Die große Waage neben dem Restaurant wurde nach dem Essen viel besucht und so manche Dame hoffte nach dem deftigen Essen auch auf eine Gewichtsabnahme,oder auch nur auf Trost.

Meist enteuchte Gesichter blickten auf das  Ergebnis  der Waagekarte, die immer energisch und laut, zum Ärgernis der Gewogenen aus den Kasten sprang. Die Karten waren kleine Kunstwerke. Bedruckt mit bunten Farben und verschiedenen Zahlen lockten sie die Kinder zum sammeln an. Aber vorher  verschwanden die gedruckten Zahlen Kunstwerke der Gewogenen Damen und Herren  schnell im Lodenmantel und anschließend unauffällig im Mülleimer.

Der Mülleimer war immer voll von Waagekarten. Die Herrschaften die ihn füllten, ärgerten sich über die Kinder, die mit großer Freude die  bunten Zahlenkarten  wieder herausnahmen.

Zum Glück waren keine Namen darauf gedruckt, denn die erstaunten Kinder schrien suchend  nach den Elefanten mit den 130 Kilogewichten  im  Bahnhofsraum, zu denen  die Karten passten.

Die  Reisenden auf dem Bahnsteig, streckten die Köpfe  in die gewünschte Fahrtrichtung aus der die Dampflok sich gemütlich zischend ankündigte um die Herrschaften  anschließend einsteigen zu lassen.

Eine gute Position am Bahnsteig ermöglichte die Chance für einen Fensterplatz.

Es war alles in Bewegung.Der Uhrmacher schreibt in seine Tagebuch,

Es war Sonntag am Bahnhof und der Tag an den ich meine Großeltern besuchte.